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Definition Schulungsfilm

Unter dem Begriff "Schulungsfilm" oder auch "Trainingsfilm" werden Produktionen zusammengefasst, die über ihren Zweck der Aus- und Weiterbildung definiert werden. Die Einsatzfelder sind vielfältig. Im Bereich Business-Filme ist das häufigste Feld sicher die Schulung von Mitarbeitern, fast ebenso häufig werden Filme aber auch zur Weiterbildung von Händlern oder Kunden eingesetzt. Filme können das Lernen in vielen Teilbereichen unterstützen.

Eine der größten Stärken des Films liegt sicherlich in der im wahrsten Sinne des Wortes "anschaulichen" Darstellung von Prozessen. So ist zum Beispiel die Wartung von Maschinen oder die Handhabung von Produkten in einem Schulungsfilm meistens leichter zu verstehen als bei der Vermittlung in gedruckter Form. Stellen Sie sich vor, Sie müssen zum Beispiel den Zusammenbau eines Regals in Grafiken und Texten so erklären, dass auch jemand, der das Regal nie gesehen hat, den Aufbau problemlos durchführen kann. Wenn Sie hier Missverständnisse komplett ausschließen wollen, wird die Erklärung bestimmt sehr komplex. Ein kurzer Film könnte in wenigen Minuten alle Schritte "anschaulicher" darstellen. Dies gilt vor allem bei Vorgängen, bei denen Reihenfolge, Geschwindigkeit oder dreidimensionale Ansichten hilfreich sind. Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung sind hier in erster Linie die verständliche, klare Gliederung und die Wahl der optimalen Einstellungen. Ein bekannter Lebensmittelhersteller arbeitet zum Beispiel bei der Einweisung von Saisonarbeitskräften mit Schulungsfilmen, die Sicherheits- und Hygienevorschriften vermitteln. Hier spielt vor allem die Verfügbarkeit eine ausschlaggebende Rolle, die DVD kann jederzeit, im Gegensatz zu einem Seminar, auch für kleine Gruppen problemlos abgerufen werden. Gleichzeitig funktionieren Filme auch noch gut, wenn Sprachbarrieren das Verständnis erschweren.

Auch die Veränderung von Verhalten kann durch Schulungsfilme positiv beeinflusst werden. Ein Film, der es schafft, eine emotionale Betroffenheit beim Zuschauer zu erzeugen, wird auch in realen Situationen ein "das habe ich schon mal erlebt – Gefühl“ hervorrufen und kann damit auch nicht gewolltes Verhalten unterdrücken oder gewünschtes Verhalten fördern. Eine mögliche Aufgabe könnte auch sein, die Mitarbeiter für den Umgang mit Beschwerden zu schulen. Hier gibt es dann die Möglichkeit, Filme von aufgeregten, wütenden Kunden und von Mitarbeitern, die richtig oder falsch reagieren, in der Schulung einzusetzen (eine reichhaltige Auswahl von hochwertigen Szenen, die Sie in Ihren Schulungen direkt einsetzen können finden Sie unter www.trainvideo.de). Wenn die Zuschauer mit den Darstellern im Film fühlen, wenn sich das Gefühl einstellt "ich bin dabei, ich leide mit", dann erreichen Sie einen ähnlichen Effekt, wie er in realistischen Rollenspielen erreicht werden kann. Stellen Sie sich vor, dieser Mitarbeiter hat später den protestierenden Kunden vor sich: "Ich habe hier schon vier mal angerufen, und es ist immer noch nichts passiert". Der Mitarbeiter würde eigentlich impulsiv antworten: "Das kann gar nicht sein, wenn Sie sich hier gemeldet hätten, dann wäre bestimmt auch etwas passiert". Während er sich das denkt, erinnert er sich aber wieder daran, wie aggressiv der Kunde in der Vergangenheit - also in dem Film, den er "erlebt" hat - reagierte. Dann wird er sich vielleicht daran erinnern, wie viel besser die Situation zu bewältigen war, als der Mitarbeiter die Agressionen mit den Worten  "Es tut mir leid, dass noch nichts geschehen ist, ich kümmere mich darum" abgefangen hat. Dies kann dazu führen, dass er instinktiv die optimale Handlungsoption wählt.

Eine wichtig Voraussetzung zur Veränderung von Verhalten oder Einstellungen ist allerdings, dass die Distanz zwischen Zuschauern und Film soweit wie möglich aufgehoben wird. Das erfordert eine hochwertige Umsetzung, die den Fernseh- und Kinogewohnheiten entspricht, eine realistische Atmosphäre und Situation und hochwertige Akteure. Das heißt auch, dass das Ergebnis in der Regel mit professionellen Schauspielern glaubwürdiger wirkt als die eigentlich "realistischere" Umsetzung mit eigenen Mitarbeitern.

Häufig werden Schulungsfilme auch eingesetzt, um Einstellungen zu verändern. So gibt es im Handel zum Beispiel einen Schulungsfilm zum Thema "Erfolgreich verkaufen in Pflegeberufen". Dieser Film vermittelt weniger Verkaufstechniken als vielmehr Gründe, warum Verkaufen auch im Sinne der Pflegebedürftigen ist. Die Darstellung von Situationen, in denen das aktive Anbieten von Zusatzleistungen hilft, die Lebensqualität zu verbessern, führt zu einem Perspektivenwechsel, der bei glaubwürdiger, nachvollziehbarer Umsetzung auch zu einem Einstellungswechsel führen kann. Auf diese Weise können auch Themen wie Qualität, Führungsstil oder Kundenorientierung vermittelt werden.

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