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Einstellungsgrößen

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Einstellungsgrößen bezeichnen das Größenverhältnis des abgebildeten Menschen zur Bildfläche. Dabei ist es schwer Einstellungsgrößen auf Objekte oder andere Lebewesen, zu übertragen. Im Lauf der Filmgeschichte wurde immer wieder mit Einstellungsgrößen experimentiert, dennoch blieb es zum größten Teil bei den hier aufgelisteten Größen. Sie sind als Grundlage unverzichtbar, um Dreharbeiten zu planen und die Kommunikation zwischen Filmabteilungen zu ermöglichen.

 
Hier kommen Sie direkt zu dem Video am Ende der Seite.
 

Supertotale, Panorama oder Weite Aufnahme (engl. Extrem Long Shot / Wide Shot):

Zu sehen ist eine gezeichnete Supertotale des Hollywoodzeichens.

In der Supertotalen werden häufig Landschaften oder auch Städte gezeigt. Diese Einstellung dient dem Zuschauer als eine geografische Orientierung. In der Supertotalen wird kein spezieller Fokus auf eine Sache gelenkt, die Landschaft steht als solche im Vordergrund. Menschen sind, wenn überhaupt, nur sehr klein zu erkennen und spielen keine Rolle. Häufig wird diese Einstellung als Establishing Shot genutzt. Die Supertotale kann sowohl positive als auch negative Gefühle, wie zum Beispiel Freiheit oder Isolation, hervorrufen. Dabei kommt es darauf an, in welchem Kontext die Einstellung verwendet wird.

 

Totale (engl. Long Shot):

Eine gezeichnete Totale eines Cowboys mit einem Gewehr. Links im Hintergrund befindet sich ein Baum ohne Blätter und ganz weit hinten im Hintergrund sind Berge zu sehen.

In der Totalen sind im Vergleich zu der Supertotalen bereits mehr Details zu erkennen. Sie wird dafür genutzt den Menschen in seiner Umgebung zu zeigen, in der er sich befindet, und zeigt den möglichen Handlungsraum der Figur. Der Mensch rückt in einen größeren Fokus, ist seiner Umgebung aber immer noch untergeordnet. Sie gibt nicht mehr unbedingt geografische, sondern räumliche Orientierung. Deshalb wird, wie die Supertotale, die Totale häufig als Establishing Shot verwendet. Besonders Dokumentationen arbeiten häufiger mit Totalen Einstellungen.

 

Halbtotale (engl. Medium Long Shot):

Eine gezeichnete Halbtotale einer Person im Anzug.

Menschen werden in der Halbtotalen von Kopf bis Fuß gezeigt. Sie eignet sich dafür Menschengruppen und deren Aktionen, zu zeigen. Das gestische Verhalten steht dabei im Vordergrund. Der Dialog spielt in der Halbtotalen meist nur eine untergeordnete Rolle, beziehungsweise kommt es zu keinem Dialog. Außerdem rückt in der Halbtotalen langsam der Mensch und nicht seine Umgebung in den Fokus.

 

Amerikanische Einstellung (engl. Knee Shot):

Eine Zeichnung einer amerikanischen Einstellung eines Cowboys. Man sieht in von den Knien bis zu dem Kopf. Im Hintergrund sind Berge zu sehen.

Die Amerikanische Einstellung hat ihren Ursprung in den alten Western der 30er, 40er Jahre. Sie zeigt die Figur vom Knie aufwärts. Entstanden ist sie dadurch, dass die Filmemacher bei Duellszenen im Western den Revolver der Figuren zeigen wollten. Der Fokus liegt dabei auf die Gestik der Arme und Hände und auf den Moment, in dem der Revolver gezogen wird. Heutzutage ist diese Einstellung nicht mehr so beliebt und wird kaum noch verwendet.

 

Halbnah (engl. Medium Shot):

Eine gezeichnete Halbnahe einer Person, die mit Pfeil und Bogen in die rechte Richtung zielt.

Die Halbnahe Einstellung zeigt den Menschen in etwa von der Hüfte bis zu seinem Kopf. Sie entspricht häufig den natürlichen Sehgewohnheiten des Menschen. Halbnahe Einstellungen werden in Gesprächssituationen verwendet, in denen der Fokus auf dem Gestischen und Mimischen liegt. Die Kamera verlässt mit der Halbnahen Einstellung die Position der Beobachterrolle und gibt Wertungen zu den jeweiligen Geschehnissen ab.

 

Nah (engl.: Medium Close-up):

Eine gezeichnete Nahe Einstellung einer Person, die nach links guckt. Das Gesicht ist mit einem + gekennzeichnet. Im Hintergrund sind Gebüsche zu sehen.

Die Nahe Einstellung zeigt den Menschen in etwa von der Mitte des Oberkörpers bis zu seinem Kopf. Der Fokus liegt dabei auf dem Kopf und somit auf der Mimik der gezeigten Person. Sie wird in Dialogszenen verwendet und entspricht, wie die Halbnahe Einstellung, häufig dem natürlichen Abstand des Zuschauers zu einem Gesprächspartner.

 

Groß (engl. Close-up):

Eine gezeichnete Nahe Einstellung einer Person, die nach links guckt. Das Gesicht ist mit einem + gekennzeichnet. Im Hintergrund sind Gebüsche zu sehen.

In der Großaufnahme wird der Kopf ab der Schulter aufwärts, beziehungsweise das Gesicht einer Person, gezeigt. Der Fokus liegt auf der Mimik der Person, wodurch eine intime Nähe hergestellt wird. Die Einstellung kann dafür verwendet werden, dass der Zuschauer die Entwicklung von Emotionen im Gesicht der Person genau verfolgen kann. Oder, dass der Zuschauer durch den Schnitt einer Totalen auf eine Großaufnahme des Gesichts, realisiert in was für einem Gefühlszustand sich die Person befindet.

 

Detail (engl. Extreme Close-up):

Eine gezeichnete Detailaufnahme der Augenpartie einer Person mit Helm.

In der Detailaufnahme wird ein kleiner Teil des Körpers oder eines Objekts gezeigt. Detailaufnahmen haben meistens eine symbolische Bedeutung. Ein Beispiel hierfür wäre die Detailaufnahme vom Zeiger einer Uhr, so kann Zeitnot wegen einer Deadline vermittelt werden. Im Allgemeinen setzt eine Detailaufnahme immer einen Akzent und weckt die Aufmerksamkeit des Betrachters. Außerdem können sehr detaillierte Aufnahmen, die nicht der normalen Sehsituation des Menschen entsprechen, und nur mit hochwertigen Profikameras erzeugt werden können, ein Gefühl von Wertigkeit erzeugen.

 

Italienisch (engl.: Italian Shot):

Eine italienische Einstellung der Augenpartie. Die gezeichnete Person guckt nach links.

Die italienische Einstellung ist eine spezielle Form der Detailaufnahme. Wie die amerikanische Einstellung hat sie ihren Ursprung im Western. Sie zeigt einen bestimmten Ausschnitt der Mimik, wie zum Beispiel die Augen. Die wohl bekannteste(n) Italienische(n) sind in Sergio Leones Italo-Western, „Spiel mir das Lied vom Tod” zu finden. Im finalen Duell zwischen Charles Bronson und Henry Fonda werden in italienischen Einstellungen nur die Augen der Kontrahenten gezeigt. Diese Einstellung ist so markant und mit dem Ursprungsgenre verbunden, dass sie heute fast nur noch als ironische Anspielung auf Westernduelle vorkommt.

 

Einstellungsgrößen und Bildformate

Dass eine Einstellungsgröße genau definiert ist, heißt allerdings noch nicht, dass zwei Medium Shots auch immer gleich wirken. Neben scheinbar banalen Faktoren, wie unterschiedlicher Körpergröße von Darstellern, kann auch das Bildformat das Aussehen einer Kameraeinstellung entscheidend beeinflussen.
So bietet eine Nahaufnahme im Format 4:3 (1,66:1) kaum Platz neben dem Darsteller, im Cinemascope (2,35:1) wäre bei gleicher Einstellungsgröße Platz für zwei Darsteller.
Der folgende Film gibt einen Überblick über verschiedene Einstellungsgrößen auch in Bezug auf diesen Gesichtspunkt.



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