Die Filmformate

Ein oft unterschätztes Gestaltungsmittel bei der Filmproduktion ist das Filmformat. Auch wenn der erste Gedanke, gerade bei der Produktion eines Unternehmensfilms nahe liegt - wir produzieren natürlich in HD - stellt sich die Frage, ob nicht eine höhere oder sogar geringere Auflösung von Nutzen sein kann. Welche Formate gibt es überhaupt, und wo kann ihr Einsatzzweck liegen?

Film- und Videoformate im Überblick

Eine Übersichtsgrafik stellt die gängigsten Filmformate vor der Kulisse eines Alpensees dar.

Ein Video in Stan­dard­auf­lö­sung (SD) hat eine Breite von 720 Bild­punk­ten (Pixeln), ein HD-Video ist 1280 bzw. 1920 (FullHD) Pixel breit.
2K hat mit einer Breite von 2048 Pixeln nur eine gering grö­ßere Auf­lö­sung als FullHD, was FullHD als For­mat zur Her­stel­lung von z. B. Kino­spots zum idea­len For­mat macht.
4K hat eine Bild­breite von 4096 Bild­punk­ten. In die­sem Bereich wird aller­dings die Größe der Video­da­teien so gigan­ti­sch, dass für die Ver­ar­bei­tung und Spei­che­rung nur die schnells­ten High-End-Geräte infrage kom­men. Daher set­zen selbst Kino­pro­duk­tio­nen teil­weise immer noch auf 2K.
Wonach soll sich die Wahl des Filmformats also richten?


Filmformate für jeden Zweck

Der Einsatzzweck ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Filmformats. Daneben hat die Auswahl des Bildformats natürlich auch Auswirkungen auf die Kosten der Filmproduktion.

Je größer das Bild, desto teurer die Technik, Kameras, Linsen etc., die verwendet werden müssen. Auch die Dateigrößen wachsen beinahe exponentiell. Bei einem in SD aufgenommenen Video reichten in hoher Qualität wenige Gigabyte für eine Stunde Material, während im HD-Bereich die Datenmenge schon im höheren, zwei- bis dreistelligen Gigabyte Bereich liegt. Bei 4K sind sogar Datenmengen im Terabyte-Bereich keine Seltenheit.

Damit steigen natürlich zusätzlich die Kosten für Aufzeichnung, Lagerung und Backup der Daten, sowie die Anforderungen an die Geschwindigkeit der verwendeten Festplatten.

Auf der anderen Seite sollte genau abgewogen werden, wie der geplante (z.B.) Imagefilm eingesetzt werden soll.
Für eine Auslieferung auf DVD oder eine Präsentation auf einem älteren Videobeamer reicht die Auflösung SD komplett.
Blu-Ray und Präsentationen im Internet sollten mindestens in FullHD produziert sein.

4K kommt im B2B Bereich eigentlich sehr selten zum Einsatz - kann allerdings bei der Produktion hoch- und höchstwertiger Kinowerbung ein Alleinstellungsmerkmal bedeuten. Es sollte allerdings dringend im Vorfeld abgeklärt werden, ob in den infrage kommenden Kinos der Werbeblock auch tatsächlich in 4K projiziert wird und nicht in FullHD.

Ein Beispiel für eine 4K-Produktion ist das oben aufgeführte Video, das gerade zu dem Zweck dienen soll, diverse Filmformate in der Originalgröße gegenüber zu stellen. Da aber die Zahl der Endgeräte, die dieses Video tatsächlich in Originalgröße abspielen könnten nach wie vor sehr gering ist, stellt dieses Video einen der wenigen Filme in 4K dar, die referenz film bisher produziert hat.

Ent­schei­den Sie also selbst, wie Sie Ihren Film auf­neh­men möch­ten, wir bera­ten Sie gerne. Auch wenn Sie ein 3D- oder 360°-Video auf­neh­men möch­ten, gibt es eini­ges zu beach­ten. Wir ste­hen Ihnen mit vie­len Infos und Rat­schlä­gen zur Seite.