Kamerakran

Unser Kamerakran

Das Team von referenz film hat einen Aufbauanleitungsfilm über seinen eigenen Kamerakran gedreht. Es gibt auch ein 360-Grad-Making-of Video von diesem Dreh.

 


 

Allgemein

Besonders interessant wirken Videoaufnahmen, wenn sie in der vertikalen Achse, also in der Höhe, verändert werden. Für solche Aufnahmen eignet sich ein Kamerakran, da die Aufnahmen sehr dynamisch sind. Bei fast jeder Gelegenheit z.B. bei Landschaftsaufnahmen, Eventfilmen, Imagefilmen, Sportveranstaltungen, in Musikvideos, etc. kann ein Kamerakran eingesetzt werden.

 

Die verschiedenen Bauarten

An einem aufgebauten Kamerakran steht ein Kameramann, der den Kran führt. Neben ihm steht eine blonde Regisseurin, die ihm Anweisungen gibt.

Es gibt dabei die unterschiedlichsten Größen und Bauformen. Die kleineren Kamerakräne werden auf Stativen befestigt, wobei man hier auf das Maximalgewicht des Stativs achten muss. Wichtig, um gute und ruckelfreie Aufnahmen zu erzielen, ist ein fester und sicherer Stand des Stativs. Natürlich spielt hier die Größe, Bauform und Bauart des Krans ebenfalls eine beachtliche Rolle.



Preiswerte Leichtkräne

Grob kann man sagen, dass es zwei Bauarten von Kamerakränen gibt.
Zum einen werden relativ kleine und leichte Modelle verwendet, die mechanisch und manuell verstellbar sind. Solch ein Kran hat meist eine Auslegerlänge von 1 m bis 5 m. Hierbei kann mit sogenannten Flex-Tilt Einstellungen und verstellbaren Neigeköpfen der Blickwinkel der Kamera manuell verstellt werden. Bei einigen Modellen ist sogar eine ferngesteuerte Ausrichtung des Kamerakopfes möglich.
 In der Regel ist jeder Kamerakran mit einstellbaren Gegengewichten ausgestattet, sodass die Bedienung vereinfacht wird und unterschiedliche Kameras mit einem Kran verwendet werden können. Um die Kameraeinstellung zu überprüfen, sollte immer ein zusätzlicher Kameramonitor verwendet werden, da die Kamera auf dem Kran ja außer Reichweite ist.

Teure Highend-Kräne

Auf der anderen Seite gibt es sehr schwere und sehr teure High End Geräte, welche elektrisch mit Motoren und Hydraulikelementen gesteuert werden. Diese Modelle haben meist integrierte Übertragungsgeräte und -Module für Zoom, Schärfe, Blickrichtung, Blickwinkel, veränderbarer Auslegerlänge und vertikaler sowie horizontaler Bewegung.
 Solche komplexen Teleskop-Kamerakräne sind meist in ihrer Länge verstellbar und haben eine Kranauslegerlänge von ca. 20 m und eine maximale Optikhöhe von ca. 15 m.


Vergleich Drohne - Kamerakran

Heute wird sehr häufig anstelle von Kranaufnahmen mit Drohnen gearbeitet. Diese sind natürlich flexibler, haben aber auch ihre Nachteile. Während man auf den meisten Kamerakräne so gut wie jede beliebige Kamera befestigen kann, ist man da bei den Drohnen wesentlich eingeschränkter. Oft ist man auf kleine Actionkameras mit weitwinkliger Optik angewiesen, obwohl echte Highend-Drohnen auch Profikameras mit Wechselobjektiven tragen können. Bei kommerziellen Aufnahmen mit Drohnen muss man neben der normalen Dreherlaubnis, auch noch eine Aufstiegserlaubnis beantragen, die bei Aufnahmen mit einem Kamerakran nicht von Nöten ist.