Lichtfeldtechnik

Eine ganz neue Technologie der Bildaufnahme erobert den Markt und die Herzen der Produzenten sowie der Zuschauer: die Lichtfeldtechnik.
Bei der Lichtfeldtechnik werden im Unterschied zu herkömmlichen Kameras keine 2D-Pixelgrafiken erstellt und verarbeitet, sondern die einfallenden Lichtstrahlen auf den Sensor werden gemessen und gespeichert. Dabei werden auch deren Richtungen und dadurch ebenfalls wertvolle Informationen über die Bildtiefe nicht vernachlässigt. Die Einheit für solche Aufnahmen ist dementsprechend nicht Megapixel, sondern sogenannte Megarays.

Bereits 1908 wurde die Lichtfeldtechnologie von dem Physiker Gabriel Lippmann theoretisch erfasst, somit basiert die Technik der heutigen Lichtfeldkameras auf seinen damaligen Erkenntnissen. Vermehrt findet diese Technologie ihre Anwendung seit 2010 mit neuen speziellen Kameras wie z.B. von der kalifornischen Firma Lytro. Kameras der Lichtfeldtechnologie benötigen einen besonderen Sensor. Meistens ist es daher nicht möglich, die Objektive der Kamera zu wechseln.

Ein besonderes Merkmal und ein großer Vorteil dieser neuen Technologie liegen in den umfangreichen Möglichkeiten der Nachbearbeitung. Durch die extrem hohe Schärfentiefe und der Möglichkeit den Schärfebereich und sogar den Blickwinkel nachträglich verändern zu können, werden ganz neue Maßstäbe gesetzt. Selbst die Blendeneinstellung und die Belichtung während der Aufnahme kann man im Nachhinein bearbeiten. Somit ist z.B. eine nachträgliche Schärfeverlagerung oder das Aufhellen von dunklen Aufnahmen möglich.
 Im eigenen LFP-Format (Light Field Picture) ist ein Einzelbild rund 55 MB groß, verglichen mit normalen Bilddateien im RAW-Format, welche bei ca 25 MB pro Einzelbild liegen, ist dies jedoch ziemlich gering, wenn man die Informationsmenge betrachtet, die das LFP-Format liefert. Um Aufnahmen in dem neuen Format bearbeiten zu können, benötigt man eine extra Software, die meist mit der Kamera mitgeliefert wird.
Die Lichtfeldtechnologie kann als eine neue Form der 3D-Technik angesehen werden, wobei spannende und außergewöhnliche Effekte erzielt werden können. Wenn man zum Beispiel eine Bewegung einfriert und dabei die Kameraperspektive ändert, verdeutlicht sich der 3D-Effekt immens.

Durch die Nutzung der Lichtfeldtechnikproduktion können Sie als Vorreiter der Konkurrenz mindestens einen Schritt voraus sein. Wir von referenz film haben für Sie ein kurzes Video mit dieser neuen Technologie realisiert, womit wir einige der vielen Möglichkeiten aufzeigen möchten, welche herkömmliche Videoaufnahmen nicht bieten. Zum Beispiel haben wir das Bild in der Bewegung einfrieren lassen, um auf bestimmte Details aufmerksam zu machen und den Fokus gezielt auf einzelne Details gelenkt.

Beispiele

Hier nun einige Beispiele, zuerst mit traditioneller Technik fotografiert, einmal bei geöffneter Blende, was einen sehr schmalen Bereich ergibt, der scharf abgebildet werden kann und einmal bei geschlossener Blende, wobei das vollständige Bild scharf ist.

Darunter finden Sie ein eingebettetes "lebendiges Bild" der Lichtfeldkamera. Sie können mit der Maus im Bild hin und her schwenken, den Schärfepunkt verändern oder mit dem Play Button am unteren Rand ein automatisches Demo starten.

Ein Referenzler nichtet die Mikroangel auf die Kamera. Dabei ist das gesamte bild scharf.

Bei geschlossener Blende wird das gesamte Bild scharf angebildet.

Ein Referenzler nichtet die Mikroangel auf die Kamera. Dabei ist nur das Mikrofon scharf.

Bei offener Blende erscheint nur ein Teil des Bildes scharf.