Mickey Mousing

MMickey-Mousing ist eine Filmmusiktechnik, bei der die Musik genau auf die im Film vorkommenden Bewegungen angepasst wird, um diese auch hörbar zu machen. Vor allem beim Slapstick, Zeichentrickfilmen wie “Popeye” oder vielen klassischen Stummfilmen kommt diese Technik mit Erfolg zum Einsatz. Mickey-Mousing hat das Ziel durch Nachahmung von Bewegungen oder Ereignissen in der Musik ganz ohne das gesprochene Wort auszukommen und so Gefühle und Emotionen an den Zuschauer zu bringen. Entstanden ist diese Art der musikalischen Gestaltung allerdings aus der Not heraus, da vertonte Filme aus technischen Gründen noch nicht möglich waren und so in Kinos zu Stummfilmen wie “Charly Chaplin” live Musik gespielt wurde, meist durch ein Orchester.
 Sowohl in Slapstick als auch in Stummfilmen wird durch Mickey-Mousing der Zuschauer erheitert, da die Tollpatschigkeit der Charaktere durch die untermalende Wirkung von Mickey-Mousing ins Lächerliche gezogen wird. Deswegen benutzen auch viele Komödien Mickey-Mousing um die Komik in gewissen Situationen zu verstärken. In Genren wie Komödien und Musikfilmen ist das Mickey-Mousing weit verbreitet und ein wichtiger Bestandteil. Die Verwendung von Mickey-Mousing sollte aber immer mit einem gewissen Grad an Vorsicht benutzt werden, da schnell der Eindruck von Kitsch entstehen kann, wenn diese Art der Musikalischen Gestaltung in einem unpassenden Genre verwendet wird.

Die von dem Filmproduzenten David O. Selznick etablierte Bezeichnung “Mickey-Mousing” für die koordinierte künstlerische Untermalung von Bewegungen im Film durch Musik geht zurück auf Walt Disneys Mickey-Mouse-Filme, da besonders in Zeichentrickfilmen und Serien wie beispielsweise “Tom und Jerry” aber auch in neueren 3D-animierten Filmen wie “Toy Story” Mickey-Mousing seit jeher beliebt ist.
 Selten findet selbst in dem ein oder anderen kurzen und lustigen Imagefilm oder Produktvideo Mickey-Mousing Anwendung um Gefühle beim Zuschauer hervorzurufen und zu untermalen..