Videoproduktion - Zubehör

Ins richtige Licht rücken

Bei einem Business Film sollten Sie grundsätzlich auf die Verwendung von zusätzlichem Licht bestehen. Auch wenn die Kameras inzwischen so empfindlich sind, dass die meisten Drehorte von Natur aus hell genug sind, ist die Verwendung von Licht dringend notwendig.

Licht dient in erster Linie der Gestaltung, durch farbiges Licht schaffen Sie Stimmungen und durch Kontraste leiten Sie die Aufmerksamkeit des Zuschauers. Im einfachsten Fall setzt Ihr Kameramann ein sogenanntes Kopflicht ein, das auf der Kamera befestigt ist und eigentlich nur der Gesamtaufhellung von Nahaufnahmen dient. Eine Gestaltung ist damit kaum möglich, sodass diese Lichtvariante in der Regel nur bei einer Reportage eingesetzt wird. Ein Lichtkoffer mit mehreren Halogenlampen (in der Regel 500 bis 800 Watt) sollte der Mindeststandard sein. Eine hochwertige Filmproduktion setzt zusätzlich Dedolights (schwache, extrem fein zu steuernde Lampen) und sogenanntes HMI-Licht (sehr helles Licht mit Tageslichtcharakter) ein.


Kamerabewegungen durch Zubehör wie Stative und Schienen

Im einfachsten Fall wird die Kamera auf ein stabiles Stativ (Tripod) aufgesetzt. Etwas mehr Gestaltungsspielraum bietet ein sogenanntes Rollenstativ, mit dem einfache Horizontalfahrten möglich sind.

Eine Frau blickt durch den Sucher einer Kamera, die sich auf einem Slider befindet.

Eine Variante stellt der
- Slider dar: eine kurze Schiene, die auf zwei Stativen befestigt ist und über die ein Schlitten mit der Kamera kurze Strecken „gleiten“ kann.
 
Längere Fahrten sind mit einem
- Dolly möglich, bei dem das Stativ auf einem "Wagen" befestigt wird, der entweder auf Lufträdern oder auf Schienen bewegt wird.
 
In Kombination mit einem
- Jip-Arm (einem kleinen Kran) sind dann auch vertikale Kamerabewegungen möglich. Große vertikale Bewegungen sind mit einem Kamerakran möglich.
 
Ein Sonderfall ist die sogenannte
- Steadycam, bei der die Kamera durch ein aufwendiges Hebelsystem quasi "schwebend" am Kameramann aufgehängt wird. Damit sind ungewöhnlich freie, fließende Bewegungen möglich, die Bedienung erfordert allerdings erhebliche Übung.

 
 


Den richtigen Ton angeben

Nahaufnahme von einem Mischpult mit verschiedenen Reglern.

Der dritte wichtige Teil des Zubehörs ist die Tonausrüstung, die bei unprofessionellen Filmproduktionen leider oft vernachlässigt wird. Neben der Auswahl der notwendigen Mikrofone sollte auch die Aussteuerung des Tons nicht über die Kamera, sondern über einen externen Tonmischer (SQN) erfolgen. Ein derartiges Verfahren ist vor allem bei der Aufzeichnung von wichtigen O-Tönen wie beispielsweise Interviews zu empfehlen.